Harninkontinenz

WAS IST HARNINKONTINENZ?

Unter Harninkontinenz versteht man den unfreiwilligen Abgang von Urin aus den Harnwegen. Harninkontinenz entsteht durch Druckveränderungen im Unterleib in Situationen wie Husten und Niesen. Harninkontinenz oder Inkontinenz wirkt sich negativ auf das soziale Leben aus.

Sie kann in verschiedenen Altersgruppen aus unterschiedlichen Gründen auftreten. Bei Frauen tritt sie vor allem nach der Menopause auf. Der medizinische Fachbegriff für Harninkontinenz lautet Urininkontinenz.

Um die Behandlung der Harninkontinenz festlegen zu können, muss die Art der Harninkontinenz bestimmt werden. Harninkontinenz wird in der Regel durch eine Erschlaffung der Genitalorgane verursacht. Im Falle einer Erschlaffung aufgrund einer Bindegewebsschwäche wird eine chirurgische Methode angewandt.

ARTEN DER HARNINKONTINENZ

Aus gynäkologischer Sicht werden zwei Arten von Harninkontinenz unterschieden.

Erstens: Probleme, die in der Speicherphase der Blase auftreten: Drangharninkontinenz, Belastungsharninkontinenz und Mischharninkontinenz.

Zweitens: Probleme, die in der Entleerungsphase der Blase auftreten: Überlaufharninkontinenz und funktionelle Harninkontinenz.

Die Belastungsharninkontinenz ist bei Frauen sehr häufig. Sie tritt vor allem beim Husten und Niesen auf. Bei der Drangharninkontinenz besteht ein dringender Drang, auf die Toilette zu gehen, und die Harninkontinenz tritt auf, ohne dass man auf die Toilette geht. Treten beide Arten gleichzeitig auf, spricht man von einer gemischten Harninkontinenz. Bei der Überlaufharninkontinenz tritt eine kleine Menge Urin aus, ohne dass das Gefühl des Wasserlassens auftritt. In manchen Fällen wird der Urinverlust nicht bemerkt. Die totale Harninkontinenz ist die Art von Harninkontinenz, die sich durch nasse Unterwäsche bemerkbar macht. Dieses Problem sollte sorgfältig behandelt werden, und die Behandlungsmethoden sollten darauf abzielen, den Zustand zu heilen.

BEHANDLUNG DER HARNINKONTINENZ

Bei Drangharninkontinenz werden Blasentraining und -übungen, orale Blasenentspannungsmittel und Medikamente (Botox) in der Blase eingesetzt.

Bei Belastungsharninkontinenz wird bei leichten Formen Beckenbodentraining und bei mittelschweren bis schweren Fällen eine Operation zur Aufhängung der Harnröhre angewandt.

Der größte Vorteil von Operationen bei Harninkontinenz ist, dass der Patient noch am selben Tag entlassen werden kann. Wenn diese Eingriffe von spezialisierten Ärzten durchgeführt werden, ist die Erfolgsquote hoch. Vor der Operation können den Patienten Kegelübungen empfohlen werden.